Testmodule in MLD 3.2

Base Jump

Beim Standardprotokoll „Base Jump“ werden je 3 beidbeinige elasto- und statodynamische Sprünge und je 3 einbeinige Sprünge mit jedem Bein durchgeführt. Aus den Mittelwerten der jeweils gleichen Versuche können komplexe Diagnoseparameter wie der „Effect of Prestretch“ oder das „Bilaterale Defizit“ errechnet werden, die Auskunft über die neuromuskulären Leistungsfähigkeit geben.

Loaded Jump


 

 

Das Loaded Jump - Modul dient zur Diagnose maximaler Muskelleistungen in verschiedenen muskulären Aktionsformen und Widerstands- bzw. Geschwindigkeitsbereichen. Der Proband hat dabei die Aufgabe, gegen steigende Zusatzlasten maximal explosiv zu beschleunigen. Die Aktion kann dabei stato-, elasto- oder reaktivdynamisch durchgeführt werden (vgl. Handbuch). In der Regel wird die Last in 20% Stufen des Körpergewichtes gesteigert. Anhand der resultierenden Maximalleistungskurve (vgl. Grafik links) können sowohl die Ausprägungen von Schnellkraft- und Maximalkraftfähigkeiten beurteilt als auch Entwicklungspotenziale zu deren Optimierung abgeleitet werden.
Dazu wird der Kurvenverlauf der Muskelleistung über die Laststufen, die Differenz zwischen den Aktionsformen (elasto-/statodynamische Differenz = Abstand zwischen blauer und oranger Kurve) und spezielle Parameter wie die exzentrische Maximalkraft im Dehnungsverkürzungszyklus analysiert.
Ableitung von Schnellkraft- od. Maximalkraftdefiziten
Beurteilung der neuromuskulären Aktivierungsfähigkeit
Messung des absoluten Kraftpotenziales
Sicherung der Zuverlässigkeit der Testserie durch Kontrollverfahren
synchrone Bestimmung muskelfunktioneller Parameter

Endurance Jump

 

Das "Endurance Jump Modul" enthält alle Messfunktionen der Loaded und Base Jump Module ist aber zusätzlich in der Lage Serienversuche zu verarbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Aktionen mit kurzer Wiederholungspause oder unmittelbar hintereinander durchgeführt werden. Jeder Einzelversuch wird automatisch erkannt und analysiert.

Die gemeinsame Analyse von Maximal- und Dauerleistung ermöglicht eine umfassende Beurteilung mechanischer und energetischer Aspekte der Muskelleistung. Dynamische Maximal-, Schnellkraft- und Kraftausdauerfähigkeiten können zusammenhängend beurteilt werden. Dadurch ist ein präzise hierarchisch gegliederte Diagnose von Entwicklungspotentialen möglich.
Neben der analytischen Funktion kann das Dauerleistungsmodul auch zur Leistungssteuerung von Trainingsserien eingesetzt werden. Intensitäts- und Bewegungsvorgaben können eingestellt und unmittelbar nach jedem Versuch rückgemeldet werden. Dadurch hat die Versuchsperson die Möglichkeit, auf Leistungsabfälle oder Bewegungsabweichungen mit Korrekturen zu reagieren. So wird eine maximale Ausführungsqualität von Trainingsserien gewährleistet.
 

Stabilogramm

 

Die Echtzeitdarstellung der Kraftverteilung ist optisch so aufbereitet, dass die Versuchsperson ihren Bewegungsverlauf unmittelbar steuern und korrigieren kann, indem nicht nur die aktuelle Position des Kraftansatzpunktes sondern auch der zeitliche Verlauf dargestellt werden. Dadurch können die afferenten Bewegungsrückmeldungen mit dem objektivem Feedback des Messsystems abgeglichen werden.

Die aktuelle Position des Kraftansatzpunktes wird in der Grafik mit einem Punkt angezeigt und der Verlauf des Kraftansatzpunktes innerhalb der letzten Sekunde wird mit einer dünner werdenden Linie gezeichnet.
Die Versuchsperson hat die Aufgabe, den (Kraftansatz) Punkt in den grünen Zielbereich zu bewegen bzw. dort zu halten.
Die Größe des Zielbereiches kann definiert werden und es ist auch möglich, denn Zielbereich dynamisch mit definierbarer Geschwindigkeit entlang der x- od. y-Achse wandern zu lassen. 
Kontrolle der Körperachsenstabilität bei langsamen und dynamischen Bewegungen
Leistungsverbesserung durch Koordinationsoptimierung
Lernen von komplexen Kraftübungen
spezifische Koordinationsübungen (zB beidbeiniger od. einbeiniger Stand auf stabiler od. labiler Unterlage)
 

Tapping (in Entwicklung)

 

Im Unterschied zu Tapping-Tests, die mit Kontakt-Zeit-Matten durchgeführt werden, sind auf der MLD-Station Evo2 Krafttriggerschwellen eingestellt, was die Messpräzision wesentlich erhöht. Für spezifische Testkonfigurationen kann auch die Größe und Position der Trefferfläche verändert werden. Zusätzlich zur Tappingfrequenz können auch Kraftverteilungsparameter für laterale Abweichungen angegeben werden: zB mittlerer Kraft während des Testzeitraumes für linke und rechte Seite oder Maximalkraftwerte links/rechts usw..

präzise Frequenzmessung durch Krafttriggerung
Analyse lateraler Abweichungen
Vorgabe von Trefferflächen
spezifische Koordinationsübungen
Diagnose elementarerer Schnelligkeitsfähigkeiten konzipiert. Es können beispielsweise mehrere Arten des Tapping-Testes durchgeführt werden.